Dorfgemeinschaftshaus

St. Georgs Kapelle

                                                            Home        Unser Dorf       Vereine       Presse     Verschiedenes    Kontakte

   

Home

Dorf Evern

 

Presse

 

Aktuelles

Meine Seite

My Family

   
   

Impressum

Links

   

 

  

Das kleine Dorf Evern

EVERN. Das kleine Dorf Evern am Billerbach macht einen etwas verschlafenen Eindruck. Doch diese Wahrnehmung täuscht. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein erstaunlich vielfältiges Dorfleben. Die Tradition des Theatervereins wird heute von Marion Schiller mit ihrem Kinderzirkus fortgesetzt. Für unterhaltsame Dorfführungen sorgt Heiko Gnoth. Außerdem gibt es seit 1924 eine Feuerwehrmusikkapelle. 

Zahlreiche Dorfgeschichten werden kolportiert zum Beispiel die Anekdote, wie die ehemalige Dorfkneipe Fasanenkrug zu ihrem Namen kam. In einer Sommernacht, so wird berichtet, saß eine kleine Gesellschaft noch spät abends bei geöffneter Tür beim Bier. Ein Lichtstrahl fiel auf die dunkele Gasse und lockte einen Fasan an, der sich auf die Damentoilette verirrte. Nachdem der Vogel seine Freiheit wieder hatte, wurde die Kneipe umgetauft.

Schon im Mittelalter demonstrierten die Dorfbewohner, dass sie ihren eigenen Kopf haben. Das Dorf wechselte häufig den Besitzer und wurde periodisch dem katholischen Bistum Hildes­heim und dem evangelischen Fürstentum Lüneburg/Celle verpfändet. Die Lehnsherren bestimmten aber die Konfession ihrer Untergebenen, So wurde Evern in kurzen Abständen evangelisch und dann wieder katholisch.
 

 

 


 

Die Everschen Bauern machten dieses Hin und Her nicht mit und gingen sonntags lieber zu Fuß ins katholische Lühnde anstatt in die heimische evangelische Kapelle bis sie unter Strafandrohung zwangskonvertiert wurden. Seit 1955 gibt es in dem kleinen Dorf neben der evangelischen Kapelle die katholische Magdalenen-Kapelle.

Even war früher ein typisches Haufendorf. Es gehörte der Familie von Saldern, deren Wappenbild, die Rose, sich im Ortswappen wieder findet.

Der große Brand im Juni vor 180 Jahren hat das Ortsbild entscheidend verändert. Das Feuer bereitete sich mit großer Schnelligkeit aus. Hilflos mussten die Bauern zusehen, wie ihr Besitz in Schutt und Asche fiel. Beim Wiederaufbau wurde auf einen größeren Abstand zwischen den Häusern geachtet. Die alte Bausubstanz ging fast völlig verloren. Seit 1991 kümmert sich Konrad Haarstrich, im Dorf liebevoll Konni genannt, al Bürgermeister um die Belange des Ortes. Währen seiner Amtszeit gelang eine Flurbereinigung mit vielen Freiflächen für Baum- und Strauchpflanzungen und im Zuge der Dorferneuerung eine ansprechende Gestaltung von Dorfplatz und Teich

VON  SYBILLE HEINE
Quelle:
Burgdorfer Anzeiger  Ausgabe 135      Di. 14.juni 2005