Evern wird Kirchengegemeinde

Evern ist die eigentliche Keimzelle der Gemeinden. "Am 11. Mai 1117 übergab der 'comes de villa Heymbere', der Graf Adalbert zu Haimar, dem Pfarrer von Lühnde 24 Morgen Land und eine Hofstelle in Schutellobeke (wüst gewordene Ortschaft bei Klein Lobke) und eine Silbermark, damit die Kirche zu 'Eberen' sich von der Lühnder Mutterkirche lösen dürfe. Mit diesem Ereignis tritt Evern in die Kirchengeschichte ein."

Nicht lange nach der Gründung der Kirchengemeinde wurde die Pfarre von Evern nach Haimar verlegt. "Nach der Stiftungsurkunde von 1117 bildete zunächst nur die Ortschaft Evern die Kirchengemeinde. Bald aber kamen Haimar, Dolgen und Gilgen hinzu, so daß das Everner Kirchlein nicht ausreichte und ein Neubau ins Auge gefaßt werden mußte." Dazu wählte man den zentral gelegenen Ort Haimar aus. 

1643 kam Evern zum Großen Freien. So blieb es auch noch während des 18. Jh.

Bis Anfang des 18. Jh. stand in Evern ein altes, schlichtes Kirchlein, in dem es bis 1699 weder Bänke noch Beichtstuhl gab. 1723 entstand ein Neubau, der 1825 einem großen Brand im Dorf zum Opfer fiel. 1852 wurde auf den alten Umfassungsmauern die heutige St. Georg-Kapelle errichtet. 'Sinte Jürgen' heißt der Heilige Georg hier auf plattdeutsch. - Heute ist das Dorf Evern als Kapellengemeinde dem Kirchspiel Haimar zugeordnet.

Quellen:

Garbe, Fritz: Die Heimatkirche. Aus der Geschichte der Kirchengemeinde Haimar. Burgdorf 1963/64